Sonntag, 15. März 2026

Zwischen Ebbe und Flut: Warum meine Depression kein Urteil, sondern ein Wegweiser ist

Es gibt Tage an der Küste, da peitscht der Regen so waagerecht gegen die Scheiben, dass man glaubt, die Welt würde dahinter einfach aufhören zu existieren. In der Psychologie nennt wir man das oft „Depression“. Lange Zeit habe ich versucht, diesen Sturm einfach wegzulächeln oder mich gegen den Wind zu stemmen, bis ich keine Kraft mehr hatte.
Heute weiß ich: Ich muss den Wind nicht ändern. Ich muss lernen, die Segel neu zu setzen.
Die Krankheit als Sprache verstehen
Der erste und vielleicht schwerste Schritt war es, die Depression als das anzunehmen, was sie ist: Eine Krankheit. Aber eben eine, die mir etwas sagen will. Sie anzunehmen bedeutet nicht, vor ihr zu kapitulieren. Es bedeutet, aufzuhören, gegen sich selbst Krieg zu führen. Wenn mein Körper „Stopp“ sagt, dann meint er nicht „Versage“, sondern „Achte auf dich“.
Depression als Gabe? Das klingt für viele erst einmal provokant. Doch für mich liegt die Gabe darin, dass sie mich zwingt, eine Ehrlichkeit mir selbst gegenüber zu entwickeln, die ich vorher nie hatte. Sie ist wie ein Schutzmechanismus, der die Sicherung rauswirft, wenn das System überhitzt.
Das Leben in den Gezeiten
Wir erwarten von uns oft einen ewigen Sommer, eine dauerhafte Flut. Aber das Leben an der Wasserkante lehrt uns etwas anderes: Es darf „Ups & Downs“ geben. Es gibt die Phasen, in denen das Wasser bis zum Deich steht, und es gibt die Ebbe, in der alles grau und leer wirkt.
Lernen, damit zu leben, bedeutet für mich:
 * Akzeptanz der Leere: Wenn das Wasser weg ist, kommen Dinge zum Vorschein, die man sonst nicht sieht. Das Watt ist nicht tot – es ruht sich nur aus.
 * Selbstfürsorge als Kompass: Ich lerne jeden Tag neu, meine Grenzen zu ziehen. Ein „Nein“ zu anderen ist oft ein lebensnotwendiges „Ja“ zu mir selbst.
Die neue Sehschärfe für andere
Die vielleicht größte Verwandlung durch die Depression ist meine Sensibilität geworden. Wer selbst im dunklen Keller saß, erkennt das Flackern im Blick eines anderen viel schneller.
Heute sehe ich die feinen Risse in den Masken meiner Mitmenschen. Ich höre die Zwischentöne in einem „Mir geht’s gut“, die ich früher überhört hätte. Diese Empathie ist ein Geschenk – eine Superkraft, die aus dem Schmerz gewachsen ist. Wir werden zu Leuchtturmwärtern füreinander: Wir können den Sturm des anderen nicht stoppen, aber wir können ihm zeigen, wo das sichere Ufer liegt.

Depression ist keine Endstation. Sie ist ein rauer, steiniger Pfad, der mich zu einem Ort führt, an dem ich endlich ich selbst sein darf – mit all meinen Schatten und meinem Licht.
Ich setze die Segel heute neu. Der Wind ist immer noch da, aber ich bestimme jetzt den Kurs.

(c) MS 2026

Montag, 16. Februar 2026

Einfach nur noch widerlich...


Für viele mag der Anblick ja ein Hochgenuss sein. Für mich ist er einfach nur noch widerlich. Ich kann daran nichts schönes finden. Nur noch Abscheu und Ekel. Seit Anfang des Jahres nur noch diesen weißen Mist. Psychisch hat mich das so weit zurückgeworfen. Null Antrieb, null Motivation. Kaum noch Ideen für Fotos. Jeder Tag ist ein einziger Kampf. Denken von Stunde zu Stunde, nicht mehr von Tag zu Tag oder Woche zu Woche. 
Okay, gesundheitlich bin ich wieder auf dem Damm, So ein bisschen was von meiner To-do-Liste habe ich auch abgearbeitet, aber längst nicht soviel wie ich wollte und vor hatte. So langsam geht mir wieder die Kraft aus und das gefällt mir gar nicht. Für den Kampf dagegen bin ich aber zu kraftlos und lasse im Moment alles nur geschehen. 
Und hier schneit es schon wieder. Könnte nur noch kotzen und vor allem schlafen...

(c) MS 2026

Donnerstag, 29. Januar 2026

Jetzt hat es mich doch erwischt

Musste ja so kommen und fehlte noch in diesem Januar. Erkältung/Grippe! Yippie!
Vorgestern hat es mich so ausgeknockt, dass ich kurz vor 10 abbrechen musste. Da ging gar nichts mehr. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Kreislauf,...
Hab auf meinen Körper gehört und das war richtig so. Zu Hause dann hingelegt und eigentlich nur für die Toilette aufgestanden. Gestern wurde ich auch folgerichtig krankgeschrieben. Seit dem gehe ich meiner Lieblingsbeschäftigung nach, liegen und schlafen. Heute sind zumindest die Kopfschmerzen etwas weg, dafür kommt jetzt wohl der Rotz dazu. Einfach nur nervig. 
Wie der ganze Januar. Schnee, Auto, krank, wieder Schnee, Kälte. Irgendwie kann der Monat weg.
Jetzt habe ich auch noch Appetit auf irgendwas geiles, weiß aber nicht was. Naja, viel Essen geht im Moment eh nicht.

(c) MS 2026

Montag, 26. Januar 2026

Und wieder Schnee

Bis gestern war der Schnee schon so schön weg. Und heute? Seit 06:00 Uhr schneit es ununterbrochen. Irgendwann heute vormittag haben wir auch aufgegeben mit Schneeschieben und Streuen. Hatte keinen Sinn. Der neue Schnee hat mich aber nicht ganz so gestresst, wie das letzte Mal. Ich habe mir immer mein Mantra ins Gedächtnis gerufen. Hilft ganz gut. Auch die Rückfahrt ging eigentlich. Ist doch was anderes mit neuen Reifen. Bin zwar etwas müde und kaputt, aber sonst ist es soweit ganz okay. Kann gerne so bleiben. Heute Abend noch bisschen mit KI rumgespielt und ein paar Fotos gemacht. Schön, dass ich es hinbekommen habe. Kleine Schritte...

(c) MS 2026

Sonntag, 25. Januar 2026

Sonntagabend

Viel zu schnell ist das Wochenende vorbei gegangen. War doch eben noch Freitag. Aber die Zeit rennt unnachgiebig. 
War aber im Großen und Ganzen ein schönes Papa-Wochenende. Tat richtig gut. Heute, nachdem ich Luca nach Hause gefahren hatte, gab es für mich Entspannung pur. Für Körper und Kopf. Selbst bei der Gedankensprechstunde kam nicht viel. Ist wohl ein gutes Zeichen. Nun liege ich hier auf der der Couch mit Cheesy, meinem Entspannungspanda, und lasse das Wochenende ausklingen. 
Bin gespannt, was mich diese Woche erwartet. 

(c) MS 2026

Samstag, 24. Januar 2026

Endlich wieder Wochenende

Und ein Papa-Wochenende noch dazu. So richtig schön. Nach zwei Wochen Durcharbeiten habe ich mir das auch verdient. Weil wir uns seit der Rückfahrt aus Schwerin nicht mehr gesehen haben, gab es gestern auch mein Geburtstagsgeschenk. Habe jetzt meinen kleinen Beruhigungspanda. So richtig flauschig und hilft super. Gerade eben Punkt 2 auf meiner To-do-Liste abgehakt und die neue Couch bestellt. Mitte Februar kommt sie. Punkt 1 ist seit Donnerstag fertig. Auto hat neuen TÜV. Ist jetzt ein neues Fahrgefühl mit neuen Reifen, aber der Knacks ist immer noch da. Trotz weitgehend trockener Straßen. 
Insgesamt genieße ich die Tage mit Luca so richtig. Er ist und bleibt meine Akku-Ladestation. Hat eine ganz beruhigende Aura.
Wochenende heißt auch Beine hoch, Seele baumeln lassen, entspannen. Und das brauche ich im Moment auch. 

(c) MS 2026

Mittwoch, 21. Januar 2026

Endlich mal Ruhe

Nach den 2 stressigen Tagen wurde heute mal ein Tag zum Durchatmen eingelegt. Dieser war auch dringend notwendig. Also habe ich mich mal um die Büroarbeit gekümmert. Der Schreibtisch war proppevoll. 
Heute war auch Tag 2 mit morgendlicher Bewegung. Wieder zu Fuß zur Schule. Das Laufen macht mir so nichts aus, nur die eine Stunde Schlaf fehlt. 
Auch zu Hause war es heute ruhig. Mal keine To-do's. Einfach nur entspannen und relaxen. 
Zeit zum Luftholen bevor es in den Wochenendspurt geht. 

(c) MS 2026