Samstag, 17. September 2022

503 Kilometer

 

503 Kilometer sind Luftlinie Düsseldorf - London.

503 Kilometer sind Luftlinie Berlin - München.

503 Kilometer sind 5 aufeinanderfolgende Megamärsche.

503 Kilometer sind 5:11 Stunden mit dem Auto.

503 Kilometer sind 7:48 Stunden mit Nah- und Fernverkehr.

503 Kilometer sind meine Gedanken von Deinen entfernt.

 

503 Kilometer braucht es, um Dir in die Augen zu schauen.

503 Kilometer braucht es, um ein Lächeln von Dir zu sehen.

503 Kilometer braucht es, um Dich in den Arm zu entnehmen.

 

Was sind schon 503 Kilometer, wenn ich Deine Nähe spüre...

Was sind schon 503 Kilometer, wenn mein Herz an Dich denkt...

Was sind schon 503 Kilometer, wenn mein Kopf unentwegt an Dich denkt...

 

...eine Ewigkeit, sind diese 503 Kilometer.

...eine schier unüberbrückbare Distanz, sind diese 503 Kilometer.

...eine Entfernung, die mich verzweifeln läßt, sind diese 503 Kilometer.

 

Deine Nähe, Dein Lächeln, Deine Wärme, das Leuchten Deiner Augen - alles ist so weit weg.

Es ist ein täglicher Kampf, dies nicht verblassen zu lassen.

Wie oft schaue ich mir Dein Foto an, um diese 503 Kilometer zu überbrücken.

Wie oft höre ich Deine Sprachnachrichten, um diese 503 Kilometer kürzer erscheinen zu lassen.

Wie oft lese ich Deine Nachrichten, um diese 503 Kilometer zu verkürzen.

 

Und für einen kleinen Augenblick werden aus diesen verdammten 503 Kilometern, 503 Millimeter...

...und ich bin Dir nah,

...und ich spüre Deine Wärme,

...und ich spüre Deine Empathie,

...und ich kann Dein Lächeln sehen,

...und ich kann Dein Herz schlagen

 hören.



(c) MS 2022



Mittwoch, 30. Dezember 2020

Rückblick und Lichtblick

 



2020?!? Was, bitte schön, war das denn?!?

Anstatt sich über eine verkorkste EM zu amüsieren, oder sich die Nächte um die Ohren zu schlagen mit Olympia, bestimmten Themen wie Lockdown, systemrelevant, Pandemie, Desinfektionsmittel, Corona, COVID das Jahr und das Leben.

Ein Jahr hinter Masken - statt "Masked Singer" eher "Masked Fighter".

Einschränkungen und Abstand halten... Abstand halten von allem.

2020 wird auf jeden Fall in Erinnerung bleiben, und das nicht in positivem Sinn.

Lockdown heißt Stillstand...aber war es wirklich ein Stillstand, oder eher das Zurückbesinnen auf die Dinge die wirklich wichtig sind?

Das Miteinander, die Gesundheit, das Zusammenleben? Einfach Mal nicht immer höher, schneller, weiter, sondern bewusster durchs Leben gehen, achtsamer. Sich über Kleinigkeiten freuen. Auch mal die Ruhe genießen und das Leben entschleunigen.

Sehr vieles hat sich dieses Jahr verändert - kaum Leben an den Stränden hier oben, Innenstädte die nahezu leergefegt sind, keine Jahrmärkte, Weihnachtsmärkte, kaum Besuche in Schwerin, Volleyball das letzte Mal im März.

Dafür viel Zeit zum Nachdenken...ob das nun das Wahre ist?!?

So vieles war geplant dieses Jahr, was aufgeschoben werden musste.

Aber Hauptsache man ist gesund geblieben und alle die einem nah stehen auch.

Auch in der Schule sind wir mehr oder weniger mit einem blauen Auge davon gekommen, also passt unser Konzept.

Lange hab ich überlegt, was wohl das Schönste im vergangenen Jahr war? Bayerns Champions League Sieg? Mehr oder weniger gesund durchs Jahr gekommen zu sein? Nein, als nach und nach wieder alle Kids in ihren Klassen saßen und sich das Leben wieder normalisierte.

Was wird nun also 2021 bringen? Groß Pläne schmieden lohnt nicht, da sich die Situation eh von Tag zu Tag ändert. Mit einem Ende des Lockdowns rechne ich erst Anfang, Mitte Februar. Bis dann alles hochgefahren ist und "normal" läuft, ist es auch schon März. Ab da wird dann in den spontanen Modus übergegangen. Einfach mal wieder das machen, worauf man Lust hat, vorausgesetzt es ist erlaubt.

Diverse Fotoideen sind in der Pipeline und ein Projekt für nächstes Jahr steht auch schon.

Diverse kleine Lichtblicke gibt's für 2021. Lichtblicke, die für viele zu einem Freudenfeuer werden können und das Jahr zum glitzern und funkeln bringen können.

Also...

...bleibt alle gesund und auf ein besseres 2021!

 

© MS 2020

Samstag, 31. Oktober 2020

Dunkle Zeiten


Einschränkungen. Masken. Ungewissheit. Hygienepläne. Lockdown.

Worte, die einen seit 8 Monate begleiten. Täglich neue Zahlen, schauen und leben von Tag zu Tag. Zeiten in denen Planungen gar keinen Sinn mehr machen. Lichtblicke? Nur sehr wenige. 

Was war nicht alles geplant und angedacht für dieses Jahr. Es fehlt so vieles....Das Leichte und Unbeschwerte....

Irgendwie möchte man diese 6 Buchstaben aus den Gedanken verbannen, doch es funktioniert nicht...wohl für eine lange Zeit.

Ablenkung schaffen, klappt nur bedingt. Also packt man all seine Skills aus, nur um nicht ganz in irgendwelche Tiefs abzurutschen. Und doch fehlt dann doch immer jemand, mit dem man sich austauschen kann, der einen auch hin und wieder auffängt. 

Immer nur alles weglächeln, Stärke zeigen, Zuversicht ausstrahlen, belastet ungemein und zehrt an den Kräften. 

Viele Optionen sind weggebrochen, neue zu finden erschwert die momentane Situation da draußen.

Trübe Tage und dunkle Zeiten...

Um nicht von den Ereignissen überrollt zu werden, heißt es Masken auf... Die schützende und die Imaginäre.


© MS 2020



Sonntag, 10. November 2019

#gedENKEminute



2013 - Burnout, 2017 - Rückfall in die Depression

Diese Krankheit kann jeden treffen. Sätze, wie "Stell Dich nicht so an!",
"Jedem geht's Mal schlecht oder hat einen schlechten Tag!" waren da
natürlich alles andere als hilfreich.
Wenn das Aufstehen morgens schon schwerfällt, Tage keinen wirklichen Sinn mehr haben, selbst Hobbys einen nicht mehr aus diesem tiefen Tal holen können. Alles nur noch grau und trist ist und eine Gleichgültigkeit einsetzt, dann ist es mehr als höchste Zeit sich Hilfe zu holen. Diese Hilfe habe ich mir geholt und ja, ich bin stolz darauf. Dieser Weg war weiß Gott nicht leicht und hat unendlich viel Kraft gekostet, Kraft, die eigentlich nicht mehr da war. Aber heute weiß ich, dass es der richtige Weg war. Depressionen sind behandelbar! Heilbar nicht, denn diese Veranlagung hat man in sich. Mittlerweile habe ich gelernt damit zu leben, habe Skills die mir helfen aus den Tälern herauszukommen. Hin und wieder lasse ich diese Täler auch zu, um ihnen Raum zu geben, denn sie gehören zu mir und brauchen auch ihren Platz. Nur damit ich innerlich nicht explodiere oder implodiere. Ich weiß, wo ich mir jederzeit Hilfe holen kann und das ich sie dort auch bekomme. Dazu kommt, dass ich mittlerweile einen Job habe, der mich voll und ganz ausfüllt und wahnsinnig viel Spaß macht. Meine Sichtweise auf vieles hat sich verändert, die Interessen haben sich verändert bzw. angepasst. Neue Freundschaften, neuer Elan, viele neue Eindrücke, Impressionen, Inspirationen.
Für dieses bin ich sehr dankbar...auch für alle, die mich auf diesem Weg begleitet haben.

DANKE!

Samstag, 29. Dezember 2018

2018 - Danke!


2018 neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Zeit also, um ein wenig Bilanz zu ziehen.



Für mich persönlich war es ein versöhnliches Jahr, klar gab es immer wieder up's & down's, aber wer hat diese nicht?

Gesundheitlich bin ich annähernd da, wo ich wieder hin wollte. Bedingt wohl auch, durch die momentane Jobalternative. Es tut mir einfach gut, wieder was zu tun, statt zu Hause herum zu sitzen. Und perspektivisch gesehen, kann es nur gut sein, sich schon einmal wieder an den Rhythmus zu gewöhnen. Was noch dazu kommt, es macht Spaß.

Auch fotomäßig bin ich mit meiner Ausbeute ganz zufrieden. Neben diversen Shootings, waren auch viel Natur und Experimente dabei. So langsam kristallisiert sich mein eigener Stil heraus, und 2019 geht es natürlich weiter. 2 Projekte sind schon in Planung, auf die ich mich schon freue.



Und was das allgemeine Wohlbefinden betrifft, bin ich auch auf einem guten Weg. 

Das neue Jahr kann also kommen!

Auf diesem Weg ein Danke an alle, die mich begleitet haben! 

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und einen guten Start ins Jahr 2019!



(c) MS 2018

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Photography



Die Fotografie ist für mich mehr als nur das bloße Drücken des Auslösers.
Es ist meine Art mich auszudrücken, zu zeigen, wie ich die Welt sehe.
Sei es in Form des Motivs, oder der Bearbeitung. Ich probiere viel aus, um zu sehen, was möglich ist, welche Emotionen und Gefühle ich mittels eines Fotos transportieren kann.
Auch ist die Fotografie für mich Therapie, um nicht in depressive Phasen zu fallen bzw. um aus diesen herauszukommen.
Ich komme raus, ich komme unter Menschen, ich gehe mit offenen Augen durch die Welt, ich kann kreativ sein...
Das ich mich vielseitig aufstelle sehe ich nicht als Nachteil an. Immer nur in vorgegebenen Bahnen denken ist nichts für mich. Je nach Lust und Laune
handeln bekommt mir im Moment besser. Ganz gleich ob Landschaftsfotografie, Portraitfotografie, Makrofotografie, Fotoart, Astrofotografie.... alles interessiert mich und ich versuche, mich auf verschiedenen Ebenen weiterzuentwickeln.
Viele verschiedene Medien (Bücher, Zeitschriften, Internet, ...) helfen mir dabei. Jedes Like oder Fav ist für mich eine Belohnung und auch Ansporn diesen Weg weiterzugehen. Mit dem Motto "Vieles ist möglich, man muss es nur ausprobieren" gehe ich an meine Planungen heran.
Und was will ich mehr, als in meinem Hobby aufzugehen und hinter meinen Arbeiten zu stehen.

Wenn Ihr mehr von mir sehen möchtet :

www.facebook.com/MichaelSchmillPhotography/
www.instagram.com/michael.schmill.photography/

Vielleicht sehe ich Euch dort ja. Ich würde mich freuen.

©MS 2018

Montag, 23. Juli 2018

Maske auf, und dann...?



Das was ich am schnellsten und am einfachsten gelernt habe, ist mir die Maske aufzusetzen,
damit ich selbst und andere denken, es ginge mir gut und schon irgendwie weiter...

Doch wie es dahinter aussieht, hinter der Maske, das können nur sehr wenige.
Mit der Zeit möchte ich auch gar nicht mehr, dass jemand dahinter schaut. Hilfe und Hilfe
sind mitunter zwei ganz verschiedene Paar Schuhe.

Vier Jahre schleppe ich dieses große D mit mir rum, vier Jahre, in denen ich viel verpasst habe,
viel entbehrt habe, vieles gelernt habe über mich, aber auch viel verloren habe, vor allem
Lebensqualität. Die ständige Angst wie es weiter geht, was als nächstes kommt.

Oft ist es Resignation und Aufgabe und einfach alles so weiter laufen, ein Leben unter dem Radar
bzw. hinter der Maske. Oft sind es die kleinen einfachen Dinge, die es mir schwer machen. Mich
überwinden überhaupt in Schwung zu kommen, überhaupt irgendetwas mit mir anzufangen. "Ach, morgen ist
auch noch ein Tag, und übermorgen und am Tag danach..." Ich weiß, dass dies der komplett falsche Weg ist.
Das was mir Kraft gibt, ist die Fotografie, ist mein Sohn, ist meine Beziehung, ist meine Familie (die
Reihenfolge ist dabei beliebig). Manchmal fällt es schwer sich auf eins davon einzulassen, aber Maske
auf und weiter...

Immer wieder diese Maske...Werde ich sie überhaupt noch einmal los? Werde ich diese Gedanken noch einmal los?
Auch wenn mir die 2 Therapien sehr gut getan haben, alles konnten auch sie nicht auffangen.
Besonders die Angstattacken habe ich im Moment so gut wie gar nicht im Griff... Schweißausbrüche beim
Gang zum Postkasten... Was mag da warten? Muss ich sie rausholen? Ja, Nein, Ja, Nein,....

Die Sehnsucht nach einem Leben ohne all diesem wird immer größer, ein Leben wie es einmal war...
Mit unendlich viel Spaß und erfüllt...
Kommt dies noch einmal wieder? Wann???

Bis es soweit ist, heißt es wieder Maske auf und weiter geht's irgendwie...
Auch wenn ich es nicht mehr möchte!

(c) MS 2018