Samstag, 1. November 2025

Grau und Regen

Eigentlich war ja geplant nach Büsum zu fahren, zum Lichterwochenende. Doch bei dem Wetter? Nee! Den ganzen Tag grau, dunkel, nass...
Also war heute couchen angesagt. Mal schauen, wie es dann morgen aussieht. Vielleicht komme ich ja stattdessen dazu, die Mails an die Therapeuten fertig zu machen. Macht man wenigstens etwas produktives. Abwechslung gab es aber trotzdem, ist ja schließlich Papa-Wochenende. 

(c) MS 2025

Freitag, 31. Oktober 2025

Langeweile und Haushalt

Wieder einmal früh wach gewesen. So hat man auch mehr vom Tag. Doch wozu?
Also ran an den Haushalt, zumindest ein bisschen. Waschmaschine, Geschirrspüler und Aufräumen. Kann man ja auch mal machen am Feiertag. Zwischendurch aber auch immer wieder couchen. Das darf nicht zu kurz kommen. Aber trotzdem ist es irgendwie langweilig. Was soll's?!? Kommen auch wieder andere, anstrengendere Tage. Also Kraft und Energie tanken durch nichts tun.

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Donnerstag, 30. Oktober 2025

Endlich richtig Urlaub

Ist zwar schon Donnerstag, aber heute war der erste Tag, wo es mal keine Verpflichtungen und Termine gab, mal abgesehen vom Einkaufen, da ja morgen Feiertag ist. Nichts desto trotz kurz vor 8 vom Klempner geweckt worden, wo denn der Wassereinbruch in der Schule ist. Keine Ahnung - Urlaub! Abschalten tut auch mal gut und sich keine Gedanken machen. Hab meine Systeme auch mal ganz runtergefahren. Große Motivation war eh nicht da. Den Hamburg-Trip hole ich später mal nach, läuft ja nicht weg. 
Einen ersten großen Erfolg gab es dann doch noch. Meine Hausaufgaben tragen erste Früchte. Das FA ist eingeknickt. Auch das gibt's. Erstmal große Erleichterung. So kann es weitergehen...

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Mittwoch, 29. Oktober 2025

Lange war es hier ruhig...

Der Oktober neigt sich auch schon dem Ende, die Zeit rennt unnachgiebig. Die letzten Wochen waren geprägt von Blättern und Hausaufgaben. Mittlerweile habe ich auch eine gesetzliche Betreuung. Sie kümmert sich jetzt um alles rechtliche. Termin bei der Schuldnerberatung hatte ich auch, und ich war froh, dass sie mit dabei war. Irgendwann zwischendurch bin ich gedanklich ausgestiegen. War doch bisschen viel. Nun habe ich aber all meine Hausaufgaben erledigt und alle Schreiben sind raus. Die Gewerbeabmeldung hat noch mal alte Wunden aufgerissen. Hatte ich ja damals nicht gemacht, weil ich es nicht konnte. Nun ist das aber auch raus. Genauso wie neuen Perso beantragt, war ja auch schon abgelaufen. Als nächstes steht die Therapeutensuche auf dem Plan. Die ersten Absagen sind schon eingetrudelt. Es bleibt spannend...
Da ich Urlaub habe, hat sich das Wetter gedacht, wir lassen ihn mal drinnen. Regen und Sturm. Zieht aber nur ein kleines bisschen runter, auch wenn es mittlerweile gar nicht mehr richtig hell wird. Ansonsten fehlt im Moment Nähe, seelische und körperliche. Die Sehnsucht danach wird immer größer. Fiese Jahreszeit eben...

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Mittwoch, 1. Oktober 2025

Ein Jahr


Ein Jahr ist es jetzt her. 01.10.2024. Wie die Zeit doch rennt.
Vor einem Jahr erhielt ich nach langem Kampf, und völlig entkräftet - physisch und vor allem psychisch - die Überweisung ins Krankenhaus. Statt Tische verstellen, Laub harken, Veranstaltungen vorbereiten, bestimmten Ergotherapie, SKT, Entspannungstraining, Gespräche, Trommelgruppe und Morgenspaziergang meinen täglichen Rhythmus. Ich wusste damals noch nicht, dass ich für den Rest des Jahres aus fast allem raus war.
Aber es war nötig, dringend nötig sogar!
Hatte ich Angst? Na klar!
War ich am Tiefpunkt? Aber sowas von!
Habe ich gekämpft? Natürlich!
55 Tage stationär und 3 Wochen teilstationär später war ich soweit stabilisiert, dass ich entlassen werden konnte. 
Ich habe in dieser Zeit soviel gelernt, soviele Tränen vergossen. Aber es hat sich gelohnt. 
Jetzt ein Jahr später kann ich sagen, ich bin auf dem richtigen Weg! Zwischendurch gab es eine kritische Phase, ich habe aber die Reißleine gezogen und mir Hilfe gesucht. Nicht nur gesucht, sondern auch bekommen. Alles was der Staat in solchen Situationen anbietet, habe ich beantragt und mittlerweile (fast) überall die Zusage bekommen - und das sogar schnell. Über zwei Institutionen bekomme ich nun Unterstützung, im privaten und auch im rechtlichen Bereich. Für beides bin ich mehr als dankbar. Der Druck, den ich mir selbst gemacht habe, ist weg. So nach und nach arbeite ich an meinen eigenen Strukturen, privat und beruflich. 
Ach habe ich meine Prioritäten anders gesetzt. Erst einmal ICH, dann mein Sohn, dann, die, die mir am Herzen liegen und ganz weit hinten die Arbeit. (Auch wenn es manchmal nicht so einfach ist.)
Ich bin dankbar für alle, die mich auf dem Weg unterstützt haben, die mir privat und beruflich den Rücken freigehalten haben und die auch jetzt an meiner Seite sind.
DANKE!
Mein Weg zurück ist noch lange nicht zu Ende. Jeder Tag ist ein neuer Kampf. Doch der Kampf lohnt sich!!! Aufgeben ist keine Option!

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Montag, 8. September 2025

Erster Schultag 25/26

Wenn man bedenkt, dass letzten Mittwoch noch nicht feststand, dass wir heute irgendwie starten können, war der Beginn komplett reibungslos. Gute Orga ist halt alles. Heute ganz früh am Morgen noch die letzten Dinge verschraubt, hat gar keiner mitbekommen. Auch der Aufbau für die Einschulung der fünften morgen ging zügig. So hatten wir auch Zeit, um uns um das Podest zu kümmern. Auch das nimmt immer weiter Formen an. Im Großen und Ganzen bin ich froh und stolz wie alles bis jetzt gelaufen ist. Mit der Hilfe/Unterstützung ist das ein ganz anderes Arbeiten. Bin zwar jetzt Abends platt, aber der ganz große Druck ist erstmal raus. Und das tut gerade so gut.

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Dienstag, 2. September 2025

Ein Jahr

Heute ist der erste Jahrestag meines Zusammenbruchs. Wo ich in den "Selbstzerstörungsmodus" gewechselt bin und alles verloren hatte, was mir so viel bedeutet hat. Freundschaft, Projekt, Selbstachtung. 
Ein Jahr dauert der Kampf zurück jetzt und ist noch lange nicht zu Ende. Der gestrige Tag vor einem Jahr mit dem Geständnis, den Tränen, aber auch den Hoffnungen, sowie der heutige vor einem Jahr haben sich in mich hinein gebrannt. Sie sind Mahnung, Hilferuf und Erinnerung zugleich. 
Und heute? Ein Jahr danach? 
Ich habe viel gelernt. Mir tut es immer noch wahnsinnig leid. Und doch ist es gerade wieder so, dass ich auf Arbeit vergesse auf mich aufzupassen. Die letzte Ferienwoche ist Stress pur. Wenn dann noch unvorhergesehene Dinge passieren und man die im Moment im Kopf mit nach Hause nimmt, wird es anstrengend. 
Es ist ein ständiger Lernprozess und ein austesten der Grenzen. Wie gut, dass die Skills im Moment gut greifen. Nur muss ich nach Feierabend die Arbeit aus dem Kopf bekommen. Da muss ich mir was einfallen lassen. 
Wenn ich könnte, würde ich dieses Jahr gerne zurückdrehen, aber ich kann es leider nicht...

(c) MS 2025